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Wie viele Sachen soll ich behalten - wie Behälter beim Ausmisten helfen


Bild Blogbeitrag Wie Behälter beim Ausmisten helfen

Jedes Jahr zu Jahresbeginn werden wieder überall Behälter zum Ordnung halten angeboten - Kisten, Kästen, Kartons, Körbe in allen Größen und für jeden in speziellen Formen für jeden Zweck.

Solche Behälter sind etwas Tolles und wahnsinnig wichtig beim Ausmisten, Aufräumen und Organisieren (auch wenn ich die vom Discounter nur eingeschränkt empfehle - die Qualität ist meistens gut, aber man kann nichts nachkaufen und die Sets enthalten selten die Größe in der Menge die du brauchst).

Diese Behälter versprechen aber etwas, dass sie nicht einhalten können: nämlich magisch für Ordnung zu sorgen. In Wirklichkeit stehen die dekorativen Behälter erst am Ende des Prozesses.

Zuerst geht es ums Ausmisten und Sortieren. Erst wenn du weißt, was du behalten und wo du es unterbringen willst folgen das Einräumen und Dekorieren.

Es gibt aber noch eine "geheime" Funktion von Behältern: Sie helfen dir beim Ausmisten oder genauer gesagt bei der Frage: "Wie kann ich beim Aussortieren entscheiden? Wie viele Sachen soll ich behalten?"


Mentale Unterstützung beim Ausmisten

Behälter sind nämlich nicht nur hübsche, einheitliche Kästen, sondern auch Dinge, die du schon in deinem Zuhause hast: Schubladen, Regal- und Schrankbretter oder Kleiderstangen sind auch Behälter. Ohne sie würden die Sachen auf dem Boden liegen. Behälter geben ihnen einen festen Platz und ein Zuhause (lies hier mehr zum Thema warum alle Dinge einen festen Platz brauchen).

Obwohl du normalerweise erst nach dem Aussortieren festlegst, welchen Behälter die Sachen bekommen, kannst du auch vorher den Behälter festlegen.

Indem du eine Schublade für deine Küchenutensilien bestimmst oder drei Regalbretter für Bücher oder einen Stiftehalter für Buntstifte begrenzt der Behälter den Platz, den du für etwas vorsiehst. Er sagt dir, wie viel du aussortieren musst, denn am Ende sollen alle Küchenutensilien, Bücher oder Buntstifte in den jeweiligen Behälter passen.

Damit kannst du beim Ausmisten Verantwortung abgeben: Der Behälter ist „schuld“ daran, wenn du etwas nicht behalten kannst. Gerade wenn es dir schwer fällt, dich von Dingen zu trennen ist das eine große mentale Hilfe.


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Die Frage beim Ausmisten: Welche Bedeutung hat das Teil für mich?

Welchen Behälter sollst du aber für eine Kategorie von Dingen vorsehen?

Zunächst ist da der ultimative Behälter: Deine Wohnung.

Alle deine Dinge müssen so gut in deine Wohnung (plus Stauräume wie Dachboden oder Keller) passen, dass du dich dort wohl fühlst und die Sachen dich nicht behindern. In einem großen Haus hast du vielleicht Probleme, dir für jeden Raum eine Nutzung auszudenken, die meisten von uns haben aber eher das gegenteilige Problem: Der Platz ist begrenzt und es soll viel untergebracht werden.


Wenn du merkst, dass nicht alle deine Klamotten in den Kleiderschrank passen hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du sortierst Kleidung aus bis wieder alles in den Schrank passt.

  • Du schaffst woanders zusätzlichen Platz für Kleidung und trennst dich von Sachen, die bisher dort waren (oder sortierst an einem dritten Platz aus aus um Raum für diese Sachen zu schaffen usw).

Du triffst eine Entscheidung: Was ist wichtiger für mich - die Kleidung oder eben die Sachen die dafür weichen müssen? Oder ist beides mit wichtig, dafür aber etwas anderes nicht?

So triffst du nach und nach für alle Dinge Entscheidungen, indem du überlegst, wie groß der Behälter für sie sein soll.

Ein Regalbrett für Bücher oder eine ganze Wand?

Eine ganze Schublade nur für Geschenkpapier oder nur ein Eckchen im Schrank?


Um zu entscheiden kannst du die ein paar Fragen stellen:

  • Welche Bedeutung haben diese Dinge für mich?

  • Welche Bedeutung haben sie im Vergleich zu anderen Dingen?

  • Brauche ich sie wirklich?

  • Wie viel Raum sollen sie einnehmen?

  • Passt das zu meiner Vorstellung von meinem Traum-Zuhause?


Beispiel Küche organisieren

Vielleicht stehen auf deiner Küchen-Arbeitsplatte mehrere Behälter mit Utensilien und Messern, zusätzlich ist noch eine Schublade voll. Und alle anderen Schränke und Schubladen haben natürlich auch keinen Platz mehr frei. Die Dinge blockieren die Arbeitsfläche, die du zum Kochen brauchst und es sieht immer unordentlich aus.

In deiner Traumküche ist die Arbeitsplatte bis auf eine Obstschale leer - so kannst du jederzeit anfangen zu kochen, ohne erst Platz schaffen zu müssen und es sieht auch noch schön und entspannt aus.

Was kannst du also tun, um dem Traum etwas näher zu kommen?

Aussortieren, klar.

Und zwar so viel, dass am Ende alles in die eine Schublade passt und die Arbeitsplatte frei ist.

Der Behälter begrenzt die Menge der Dinge. Damit hast du eine Vorgabe für deine Entscheidungen.


Bild Blogbeitrag Wie Behälter beim Ausmisten helfen

Rangfolge bilden

Wenn die Entscheidungen dich überfordern, fang mit den wichtigsten Dingen an: Mit denen, die du jeden Tag benutzt. Ein paar Messer, ein Sparschäler, ein Kochlöffel, ein Pfannenwender oder was auch immer.

Wie viel Platz ist noch in der Schublade?

Jetzt kommen Sachen, die du seltener nutzt, die aber trotzdem wichtig sind. Vielleicht der Suppenlöffel, der Teigschaber und der Dosenöffner.

Du bildest damit eine Rangfolge der Wichtigkeit und arbeitest dich durch, bis der Behälter voll ist.

Wobei „voll“ heißt, dass sich die Dinge noch problemlos herausnehmen und auch wieder zurück legen lassen.

Alles weitere muss gehen.

Und es ist nicht deine Schuld, wenn es dann doch mal schön wäre, ein zusätzliches Messer zu haben oder eine Eierharfe.

Schuld ist der Behälter.


Ordentliche Küchenschublade

Idealerweise hast du am Ende noch genau übrig, was du wirklich brauchst, verstaut in einem Behälter der nicht mehr Raum einnimmt, als zu dir und deiner Traumvorstellung passt.

Dieses Konzept kannst du auf alle Bereiche und Behälter übertragen.

Das Bücherregal oder die Sockenschublade, die Garderobe oder die Legokiste.

In jedem Fall legst du den Behälter für bestimmte Dinge fest und füllst ihn nach und nach, erst mit den wichtigsten Dingen, dann mit den etwas weniger wichtigen usw.

Am Ende begrenzt der Behälter die Anzahl der Dinge.


Aber ich brauche mehr Platz?!

Was aber, wenn du merkst, es passt nicht. Der Behälter ist voll, aber wirklich wichtige Dinge fehlen noch?

Mach eine zweite Runde und tausche etwas aus.

Vielleicht hast du etwas, dass den gleichen Zweck erfüllt?

Oder du kannst es leihen, wenn du es doch mal brauchst.


Geht das nicht, bleiben zwei Möglichkeiten:

  • Ein weiterer Behälter direkt vor Ort, für den dann halt andere Dinge gehen müssen, die dir weniger wichtig sind als die Küchenutensilien

  • Ein weiterer Behälter an einem anderen Ort, z.B. im Keller, für Dinge, die du selten brauchst aber auf jeden Fall behalten willst.


Wie viele Sachen soll ich behalten? Behälter helfen beim Aussortieren

Die Behälter, die dir beim Aussortieren helfen müssen übrigens nicht schön sein, sondern erstmal nur zweckmäßig. Du kannst sie später jederzeit noch ersetzen oder mit Unterteilungen funktionaler machen. Zu Beginn ist ihre Aufgabe nur, dir zu sagen, wie viel du behalten kannst.

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Ich bin Anna-Lena, deine Ordnungs-expertin aus Kassel.

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