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Ein fester Platz für jedes Teil


Bild Blogbeitrag Ein fester Platz für jedes Teil

Wenn ich dir nur einen Satz zum Thema Ordnung sagen dürfte, dann wäre es dieser:

Jedes Teil braucht einen festen Platz!


Denn ohne ein Zuhause wandert es ziellos durch deine Wohnung, mal hierhin mal dorthin.

Du nimmst es immer wieder in die Hand, denkst darüber nach und doch landet es wieder irgendwo.

Da ist Unordnung vorprogrammiert.


Welche heimatlosen Teile hast du?

Schau dich einfach mal um.

Wie viele Teile siehst du, die heimatlos sind?


In jedem Zuhause gibt es solche Dinge und sie sind immer ein bisschen unterschiedlich.

Wenn man sie sich genau anschaut, kann man aber Gemeinsamkeiten erkennen und sieht, welche Dinge regelmäßig irgendwo liegen bleiben.


Bestimmt kannst du auch bei dir ein Muster erkennen.

Ist es der Schlüssel, der immer irgendwo ist, nur nicht am Schlüsselbrett?

Die Bügelwäsche, die das Sofa blockiert?

Die Schulranzen, die immer im Weg stehen?


Ganz typisch für heimatlose Dinge, sind übrigens

  • die Eingangspost (dazu demnächst mehr)

  • Sachen, die das Haus bald verlassen werden, z.B. Pakete für die Post oder ausgeliehene Dinge

  • neue Kategorien von Sachen, z.B. der Schulranzen nach der Einschulung, ein neues Hobby, Medikamente und Hilfsmittel nach einer Erkrankung

  • Dinge die an einem Ort genutzt werden, an den sie „eigentlich“ nicht gehören, z.B. Kinderspielzeug im Wohnzimmer


All diese Dinge haben einen festen Platz verdient.

Ja ganz richtig, verdient. Sie sind wichtig und sollten entsprechend behandelt werden.

(Und falls du sie für unwichtig hältst – Warum hast du sie überhaupt noch?)


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Den Alltag einfacher machen

Es geht nicht nur um den Respekt vor den Dingen, sondern auch darum, dir den Alltag einfacher zu machen:

  • Mit einem festen Platz geht das Aufräumen wie auf Autopilot – du musst nicht für jedes Teil darüber nachdenken, wohin damit. Stattdessen bringst du es ganz automatisch an den richtigen Ort. Also wird das Aufräumen einfacher und schneller.

  • Mit einem festen Platz weiß jeder, wo er etwas findet. Zumindest theoretisch besteht die Hoffnung, dass du nicht für jedes Teil gerufen wirst weil keiner weiß, wo sich etwas befindet.

  • Mit einem festen Platz hast du weniger Stress – keine hektische Suche nach Schlüssel oder Geldbörse mehr. Kein Schreckmoment weil du nicht sicher bist, ob der wichtige Brief nicht aus Versehen im Stapel für das Altpapier gelandet ist. Wenn du weißt, wo wichtige Dinge sind, kannst du entspannter durch den Alltag gehen.

  • Mit einem festen Platz hast du den Überblick, was du besitzt. Brauchst du etwas, schaust du an einer Stelle nach und weißt sicher: „Es ist noch genug da“ oder „Wir müssen x einkaufen“. So verhinderst du einerseits, ohne wichtige Sachen dazustehen, andererseits kaufst du Dinge nicht doppelt oder dreifach, einfach weil du nicht wusstest, dass du sie noch hast.

  • Mit einem festen Platz kannst du es dir schön machen. Wenn du weißt, wo etwas gelagert wird, kannst du Behälter anschaffen, die an dieser Stelle praktisch und gleichzeitig für dich optisch ansprechend sind.

  • Mit einem festen Platz und einem Behälter sieht es nicht nur schöner aus, gleichzeitig ist der Ort damit für diese eine Sache reserviert und wird nicht so schnell zur „kurzfristigen“ Ablage für irgendwas anderes. Er ist sofort erkennbar und macht es dir leichter, die Sachen wieder an ihren Ort zu legen und.

  • Mit einem festen Platz bleibt es ordentlicher. Chaos zieht Chaos an und ein heimatloser Gegenstand bleibt selten allein. Indem du dafür sorgst, dass alles an seinem Platz ist, haben solche Kruschecken keine Chance.

Für alles einen festen Platz finden


Sinnvoller Platz

Du siehst, ein fester Platz hat viele Vorteile.

Wie findest du aber sinnvolle feste Plätze? Denn den Schlüsselbund ganz oben hinten in den Küchenschrank zu legen ist auch ein fester Platz, praktisch und sinnvoll ist das aber sicher nicht.

Überleg dir folgende Dinge:


Raum festlegen

Meist ist der richtige Raum der, in dem es sowieso immer landet

Der richtige Raum ist der, in dem es dir das Leben leichter macht

Oft genutzte Dinge gehören in den Raum in dem sie hauptsächlich benutzt werden.


Platz schaffen

Wenn im richtigen Raum kein Platz ist: Gibt es Dinge, die nicht in den Raum gehören? Das sind Dinge, die eigentlich anderswo ihren sinnvollen Platz haben oder die selten genutzt werden.

Generell sollten Schränke, Schubladen usw. nur 80% voll gemacht werden, sonst ist es zu schwer Dinge rauszuholen und wegzuräumen und sie landen woanders.


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Zone festlegen

Die erste Zone ist grob in Armlänge. In der Küche oder am Arbeitsplatz gehören die Arbeits-/Tischplatte und Schubladen und Schränke in unmittelbarer Griffweite zu dieser Zone. Beistelltische neben Bett oder Sofa gehören auch dazu, genau wie offene Ablagen und Schränke in Griffhöhe im Bad. Hierhin gehören alle Sachen, die oft, d.h. mehrmals täglich, genutzt werden oder solche, die in Sichtweite haben willst, um sie nicht zu vergessen.

Die zweite Zone ist schnell erreichbar, aber du musst dich vielleicht bücken oder strecken und/oder eine Schranktür öffnen oder ein paar Schritte gehen. Hierhin gehören alle Dinge, die du regelmäßig, aber nicht täglich nutzt.

Die dritte Zone ist schwieriger zu erreichen. Du brauchst eine Trittleiter oder musst andere Sachen aus dem Weg räumen, um sie zu erreichen. Hierhin gehören Dinge, die selten genutzte werden, z.B. saisonale Gegenstände oder „Für-den-Fall-dass-Sachen“. Falls der Raum schon mit Dingen gefüllt ist, die in die ersten beiden Zonen gehören, können solche Dinge auch in in anderen Räumen mit mehr Platz oder im Keller gelagert werden.


Platz sichtbar machen

Definiere den Platz, gerade wenn es sich um mehrere Gegenstände handelt, z.B. mit einer Kiste, einem Korb oder einem Tablett. Gerade bei offenen Lagerflächen hält ein Behälter die Sachen auch optisch zusammen und es sieht gewollt aus, anstatt nach ein paar wahllosen Gegenständen.

Nutze Etiketten oder Beschriftungen. Etikettendrucker sind nicht teuer, aber eine eindeutige Beschriftung ist Gold wert.

Platz überprüfen

Achte in den nächsten Wochen darauf, wie es mit dem Aufräumen klappt. Bewährt sich der Platz oder ist er doch zu unpraktisch, zu klein oder sonst irgendwie falsch?

Denk in dem Fall nochmal darüber nach, ob nicht ein anderer Platz besser wäre.


Fragen zum richtigen Platz:

Soll alles aus einer Kategorie an den selben Platz?

  • Das kommt darauf an. In einer kleinen Wohnung eher ja, in einem Haus mit mehreren Etagen kann es einfacher (und damit auch ordentlicher sein), Dinge mehrfach zu haben und dort zu lagern, wo sie gebraucht werden. Auch macht es Sinn, innerhalb einer Kategorie Sachen die täglicher genutzt werde, woanders zu lagern als solche, die man nut ab und zu braucht (z.B. täglich einzunehmende Medikamente in der Küche, die Hausapotheke in der Abstellkammer). Auch wenn größere Vorräte vorhanden sind, kann man trennen zwischen dem, was aktuell genutzt wird und dem Vorrat.

Wohin räume ich neue Sachen?

  • Am besten so schnell wie möglich an ihren Platz, auch wenn der noch nicht perfekt ist. Damit sie Sachen sofort untergebracht werden können ist es wichtig, Stauraum nicht zu voll zu machen. So ist etwas Reserve für neue Dinge vorhanden.

Was soll ich mit geliehenen Sachen machen?

  • Für Sachen, die bald wieder dein Haus verlassen eignet sich z.B. ein Korb neben der Garderobe. Geht es um wechselnde Bücher aus der Bücherei oder andere wiederkehrende Kategorien, sollte es dafür auch einen festen Platz geben, z.B. ein festes Fach im Bücherregal.

Wohin mit getragenen Klamotten, die noch sauber sind?

  • Auch hierfür solltest du einen festen Platz bestimmen. Im Schrank bei den anderen Sachen? Im Schrank in einer bestimmten Ecke? An Haken hinter der Tür? Oder kommt es doch einfach in die Wäsche? Du legst es so fest, wie es praktisch und optisch für dich funktioniert.

Aber ich kann doch nicht die Bettwäsche im Wohnzimmerschrank lagern!? Oder den Werkzeugkasten im Kleiderschrank!?

  • Und warum nicht? So lange es kein Problem mit Feuchtigkeit, Gerüchen oder Ungeziefer gibt, kannst du prinzipiell alles überall lagern. Nur weil „man“ es nicht so macht ist kein guter Grund dagegen – es ist dein Zuhause! Wenn unkonventionelle Orte dir das Leben leichter machen, nutze sie.

An welcher Stelle anfangen?

Und wo kannst du anfangen?

Für alles sofort den richtigen festen Platz zu finden ist natürlich utopisch.

Wenn es Dinge gibt, über die du immer wieder stolperst oder die du regelmäßig suchst, fang damit an. Mit einem festen Platz für nur eine Handvoll solcher Sachen wirst du schon einen großen Unterschied feststellen.

Oder schau dich mal um. Welche heimatlosen Dinge siehst du?

Ich z.B. eine Strickdecke, die ich reparieren möchte oder einen Sack für den Altkleidercontainer. Und mehrere Bücher, die ich noch lesen will.

Wenn ich dafür Plätze suche, wären das schon drei Dinge weniger, die in der Gegend rumfliegen.

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Ich bin Anna-Lena, deine Ordnungs-expertin aus Kassel.

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