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Zu viel planen, zu wenig machen


Planst du zu viel und machst zu wenig?

Hochzeitspläne

Kennst du Monica Geller aus der Serie Friends?

Sie fällt mir ein, wenn ich an eine (fiktive) Person denke, die alles zu 100% geplant und durchdacht haben muss.

Sie ist viel mit Ordnung beschäftigt, hat aber auch ihre Hochzeit genau geplant, seitdem sie ein Teenager war. Wie in einer Sitcom üblich läuft am großen Tag dann doch nicht alles wie geplant, aber am Ende sind sie und Chandler verheiratet und glücklich.


Gebremst durch Pläne

Genau so schnell kann es aber passieren, dass Pläne einen davon abhalten, tatsächlich Sachen zu tun. Der noch nicht perfekte Plan ist dann die Ausrede, warum du nicht mit der Umsetzung anfangen kannst.

Das Wohnzimmer renovieren? Ich kann erst anfangen, wenn ich die perfekten Sofakissen gefunden habe. Schließlich muss ich die Wandfarbe passend dazu aussuchen.

Endlich die Zahnzusatzversicherung abschließen? Ich kann noch nicht entscheiden, welche die besten Leistungen für den güstigsten Preis bietet (zugegeben, die Versicherungen machen einem den Vergleich nicht grade leicht).


Meine Planungsfallen

Ich kenne das, ich plane oft auch zu viel. Und das führt dann manchmal dazu, dass das Ergebnis sogar schlechter wird, als mit weniger Planung.

Wie das passiert?

Ich plane und überlege und werde langsam von mir selber genervt, weil ich immer noch mehr Sachen planen und überlegen will, bevor ich anfange (wie bei der Zahnzusatzversicherung).

Je mehr Zeit vergeht, umso genervter werde ich und irgendwann mache ich einfach das Erstbeste und ignoriere meine Listen. Da hätte ich mir die Zeit dafür auch sparen können und direkt den ersten Treffer bei Google nehmen können.

Ich bin in die Planungsfalle getappt und habe zu lange zu viel geplant und zu wenig getan, bis das Pendel dann umgeschlagen ist.


Was heißt zu viel planen?

Wenn du viel Zeit mit Recherche, Abwägung oder Listen mit Vor- und Nachteilen verbringst, aber nicht in die Umsetzung kommst, bist du auch in die Planungsfalle getappt.

Du willst von Anfang an jeden Schritt kennen, alle Informationen haben, die du vielleicht brauchen könntest damit du auf keinen Fall eine falsche Entscheidung triffst.

Das klingt vernünftig, aber wenn du am Ende mehr Zeit und Energie in ein Thema gesteckt hast, als wenn du einfach angefangen hättest, hast du nichts gewonnen. Pläne sind natürlich gut und wichtig, aber nur in dem Umfang wie sie dir tatsächlich helfen, deine Ziele besser zu erreichen.


Planst du noch oder tust du schon?

Planst du zu viel?

Wie kannst du erkennen, ob du zu viel planst?

  • Du fängst viele Projekte an, bringst sie aber nicht zu Ende.

  • Du verbringst viel Zeit damit, Details zu planen, die auf das Endergebnis wenig Einfluss haben.

  • Du kannst dich nicht entscheiden weil deine Pro- und Kontraliste nicht mit deinem Bauchgefühl zusammen passt.

  • Du gehst bei jeder Überlegung wieder zurück auf den Anfang und hinterfragst alles, anstatt an der Stelle anzusetzen, an der du jetzt stehst.

  • Jedes Ziel erscheint unerreichbar weil die To Do-Liste so lang ist.

Kommt dir das bekannt vor?


Planung = Kontrolle?

Es ist normal, die Kontrolle über eine Situation behalten zu wollen. Und auch, Pläne zu machen um Schwierigkeiten in der Zukunft zu verhindern. Aber egal, was du tust: Ein gewisses Risiko ist immer dabei. Irgendwas geht schief oder ist nicht perfekt und wenn man ehrlich zu sich ist, hat man oft erschreckend wenig Kontrolle darüber, wie eine Situation ausgeht. Der top bewertete Versichungsabieter fusioniert mit einem nicht ganz so top Anbieter. Die Wandfarbe sieht in echt anders aus als im Baumarkt und passt doch nicht zu den Kissen.


Die Folgen von zu viel Planung

Um es nochmal deutlich zu sagen:

Indem du immer weiter planst, betrügst du dich selbt, denn du

  • hast das Gefühl etwas zu tun, ohne dass du durch die Umsetzung die Kontrolle abgeben musst.

  • kannst weiter in deinen perfekten Phantasien leben, denn die Realität konnte sie noch nicht zunichte machen.

  • brauchst nicht zu befürchten zu scheitern, da du nichts machst.

  • wird das Loslegen immer schwieriger finden, weil all die Szenarien und Details die Entscheidungen erschwerden.

  • bekommst in unvorhergesehene Situationen trotzdem Panik, weil dein Plan nicht für alles eine Lösung haben kann.

Auf dem Weg zum Gipfel

Stell dir vor, du gehst wandern.

Dein Ziel ist der Gipfel, du weißt, dass ein Wanderweg nach oben führt. Beim ersten Schritt musst du noch nicht wissen, wo genau du an jeder Weggabelung abbiegen musst oder wann du einen Schluck Wasser trinken wirst, geschweige denn wo genau du jeden einzelnen Schritt hinsetzt.

Du hast deine Ausrüstung und eine Karte und gehst los. Sich jetzt noch jedes Horrorszenario auszumalen macht die Wanderung nicht sicherer, verdirbt dir aber bestimmt die Freude. Und ob du den Felsvorsprung links oder rechts umgehst (oder umkehrst weil es dir zu steil wird), entscheidest du wenn du davor stehst.

Genau so reicht auch bei anderen Projekten viel weniger Planung aus, als du vielleicht glaubst.

Du brauchst ein Ziel, eine grobe Richtung und das Vertrauen, dass es einen Weg gibt und du die nötigen Ressourcen hast.

Dann kann es losgehen.

Wie du aus der Planungsfalle in die Umsetzung kommst

Wie kommst du aus der Planungsfalle?

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Das hast du bestimmt schon mal gehört und es stimmt. Wenn du ein Ziel hast, ist Anfangen immer besser als nichts tun. Der erste Schritt macht Angst, aber dann wird es einfacher.


Gib dir ein Zeitlimit, um einen groben Plan zu erstellen.

Der grobe Plan beinhaltet dein Ziel, wichtige Zwischenschritte und Einflussfaktoren. Wenn du eher vorsichtig ist, denk auch an wichtige Risiken und wie schlimm es wirklich(!) wäre, wenn sie eintreten. Dann kannst du entscheiden, ob es sich lohnt viel Energie in die Risikovermeidung zu stecken. Setz dir ein Zeitlimit, wie lang die grobe Planung dauern darf. Das hilft dir, fokussiert zu bleiben.


Leg fest, wann du mit der Arbeit anfängst und dann fang an!

Wann soll es los gehen? Triff die Entscheidung und dann geh los und mach den ersten Schritt.

That's it.


Mache regelmäßige Planungstermine.

Bei wöchentlichen oder monatlichen Planungsterminen (wieder mit Zeitlimit) schaust du zurück auf das, was du erreicht hast. Dann legst du fest, welche konkreten Schritte und To Do's bis zum nächsten Planungstermin zu erledigen sind. Für die kannst du ins Detail gehen, aber auch nur für die.


Lege (erreichbare) Deadlines fest und erzähle anderen davon.

Wenn du Endtermine festlegst und anderen regelmäßig von deinen Fortschritten berichten musst, sorgt das auf jeden Fall für zusätzliche Motivation. Nimm dir aber nicht zu viel vor. Ständig an seinen eigenen Erwartungen zu scheitern, fühlt sich nicht gut an.


Verabschiede dich von der Perfektion.

Es reicht aus, wenn das Ergebnis gut genug ist.

Was ist gut genug?

Der einfachste Weg, auf dem du dein Ziel erreichst.

Außerdem ist jeder umgesetzte Plan eine Möglichkeit zu lernen und besser zu werden. Wenn du nicht das erste mal den ersten Schritt machst, kannst du dich nicht verbessern.


Was muss geplant werden?

Um vom Bergsteigen den Bogen zurück zu Monica Geller zu bekommen:

Weil ich weiß, wie schnell ich mich im Pläne machen aufhänge, kümmere ich mich manchmal – wie aus Trotz – nicht um Sachen, die wirklich geplant werden sollten. Ohne feste Schuhe oder Wasserflasche auf den Berg zu gehen weil Planung immer so langwierig und anstrengend ist, ist natürlich auch keine gute Lösung.

Etwas Planung hilft, zu viel Planung führt zu Lähmung.

Und weil es ihr wichtiger ist, tatsächlich zu heiraten als die perfekte Hochzeit zu haben, steht Monica dann unperfekt vor dem Traualtar.


Hast du Probleme damit, deine Ziele zu erreichen weil dir die Planung im Weg steht?

Melde dich bei mir. Ich kann dich unterstützen und dir den Weg weisen – für andere geht das nämlich leichter, als für sich selber.

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Ich bin Anna-Lena, deine Ordnungs-expertin aus Kassel.

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