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  • AutorenbildAnna-Lena von Wolff

Wie es schnell ordentlich aussieht


Wie es schnell ordentlich aussieht

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag mit einer Anekdote aus meinem Leben beginnen:

Hilfe, die Schwiegermutter kommt, oder so.

Aber erstens habe ich eine nette Schwiegermutter und zweitens ist es bei uns zwar weit davon entfernt, immer ordentlich zu sein, aber wenn es sein muss, geht das Aufräumen schnell.

Irgendwas muss ich als Ordnungscoach ja gelernt haben.

Deswegen erinnere ich mich tatsächlich nicht daran, wann ich das letzte mal panisch aufgeräumt und Sachen wahllos in Schränke geworfen habe, nur damit sie außer Sicht sind.


Hilfe, es kommt Besuch!

Wie oft kommt das bei dir so vor?

Als Notlösung ist das natürlich in Ordnung.

Nur „in Ordnung“ ist so natürlich nichts, im Gegenteil: Oberflächlich sieht es zwar aufgeräumt aus, hinter den Türen ist das Chaos aber umso größer geworden.


Vom Chaos überwältigt

Vielleicht ist dein Problem aber nicht der Besuch, sondern grundsätzlicher: Die Unordnung macht dich fertig, du willst etwas ändern, aber du verzweifelst am Anblick und fängst nicht mal an.

Oder du verzettelst dich in Kleinigkeiten, die dann nie zu etwas führen weil der Gesamtüberblick fehlt.


Das große Ganze für die Ordnung

In beiden Fällen hilft es, die Details erst mal zu ignorieren und sich ums große Bild zu kümmern. Es geht im ersten Schritt nicht darum, jeden Brief nach Thema und Datum zu sortieren oder um andere Feinarbeit. Auch Ausmisten ist jetzt noch nicht das Ziel (die einzige Ausnahme ist offensichtlicher Müll).


Grobe Ordnungs-Kategorien

Stattdessen ist das Ziel, grobe Kategorien zu schaffen und die in Behältern zusammen zu fassen – egal ob das Kartons, Körbe, Kisten oder ähnliches sind. Briefe in einen Behälter, Medikamente in einen anderen, Bastelsachen in den nächsten.

Indem dann „nur noch“ die Behälter rumstehen, entsteht automatisch mehr optische Ordnung und mehr Überblick. Gleichzeitig sind die Sachen in abgegrenzte Kategorien vorsortiert, so dass später das tatsächliche Ausmisten und Organisieren einfacher wird.

Der erste Schritt zu mehr Ordnung ist geschafft.

Wenn das nicht der richtige Ansatz für dich ist, dann schau mal hier, vielleicht passt das besser: "Was tun, wenn du über einen Bereich die Kontrolle verloren hast?"


Wie es schnell ordentlich aussieht

Das klingt einfach, oder?

Aber wie kannst du konkret vorgehen, wenn es nicht nur schnell ordentlich aussehen soll, sondern gleichzeitig auch ordentlicher werden soll?

Egal, ob für dich oder weil sich Besuch angesagt hat.


Hier sind ein paar Tipps:

Erkennen, was zählt

Versuche mit „fremden“ Blick durch die Wohnung zu gehen und zu erkennen, in welchen Ecken es wirklich chaotisch aussieht und wo eigentlich ganz ok. Wenn du schon so betriebsblind bist, dass dir das nicht auffällt, mach Fotos. Der Bildschirm schafft etwas Abstand und dir fallen vielleicht Sachen auf, die du in echt schon lange ausblendest.

Optische Ordnung schaffen mit dem fremden Blick

Flächen frei machen

Sind die horizontalen Oberflächen ordentlich, kann es in Regalen ruhig etwas chaotischer zugehen, ohne dass das groß auffällt. Konzentriere dich also drauf, Tische, Sideboards, Arbeitsplatten und auch den Fußboden(!) frei zu räumen.


Anstatt alles irgendwo rein zu schmeißen, gehe dabei lieber so vor:


Große Sachen aufräumen

Das Bügelbrett im Wohnzimmer, die Kiste mit der Weihnachstdeko im Flur, der Standmixer auf der Arbeitsplatte. Solche großen Einzelteile aus dem Weg zu räumen macht – im Vergleich zum Aufwand, sie wegzuräumen – optisch einen großen Unterschied. Mit nur einem Teil ist viel freie Fläche geschaffen. Idealerweise räumst du die Dinge direkt an ihren Platz, nicht nur außer Sicht.


Möbel nutzen

Hast du Platz in Regalen und Schränken, kannst du ruhig noch Sachen dazu räumen, sofern sie inhaltlich dazu gehören und wirklich Platz für sie ist.

Bücher im Bücherregal wirken immer ordentlicher, als Bücher auf Tischen oder dem Fußboden, auch wenn sie nicht perfekt einsortiert sind. Passen die Sachen inhaltlich nicht in das Regalfach (z.B. Medikamente im Bücherregal), räume sie lieber erst in einen Behälter, den du dann ins Regal stellst. So steht dort optisch nur ein größeres Teil, anstatt viele kleine Dinge.


Kleine Sachen bündeln

Generell solltest du lose herum liegende Ansammlungen von Kleinteilen in Behältern verstauen.

Starte hierbei mit den Oberflächen. Wenn die frei sind und du dann noch Zeit hast, kümmere dich auch um offene Regale.

Du musst nicht kleinteilig sortieren, solltest aber grobe Kategorien machen.

Wenn du zum Beispiel den Papierstapel auf dem Esstisch in einen Korb legst, sieht es so aus, als gehört das so. Wenn dann aber noch tausend andere Kleinteile im Korb liegen, wirkt es wieder chaotisch. Nutze lieber einen anderen Behälter für die Kleinteile. So sieht es nicht nur oberflächlich ordentlich aus, sondern du verhinderst auch, dass hinter den Kulissen noch mehr Chaos entsteht.


Kleine Sachen bündeln und andere Tipps für schnelle optische Ordnung

Oberflächen sauber machen

Die so frei gewordenen Oberflächen kannst du viel schneller putzen, als wenn sie voll gestellt sind. Das sorgt dann sofort für ein noch ordentlicheres Gefühl.


Schnelle Ordnung als Kraftquelle

Damit hast du schnell für optische Ordnung gesorgt und findest hoffentlich wieder Raum zum Durchatmen und Kraft schöpfen.

Nach und nach kümmerst du dich dann um die Detailarbeit.

Indem du erst dafür sorgst, dass es ordentlich aussieht, kannst du jetzt Behälter für Behälter, Regalbrett für Regalbrett weiter machen, ohne dich mit einem großen Raum voll Chaos zu überfordern. Oft fällt das Aussortieren und Organisieren in einer ordentlich wirkenden Umgebung leichter.

Langfristig schnelle Ordnung

Es lohnt sich, Stück für Stück jedes Teil auszumisten und zu organisieren, denn so sorgst du langfristig dafür, dass du jeden Tag schnell Ordnung schaffen kannst.

Mit weniger Sachen, die alle feste Plätze haben, wird das tägliche Aufräumen schneller und fast wie auf Autopilot funktionieren. Und das ist doch das Ziel, oder?


Ordnung für Gäste

Wenn es dir vor allem darum geht, dass es für Besuch ordentlich aussieht, hier noch ein paar Extra-Tipps:


Besucherbereiche festlegen

Welche Orte sieht der Besuch überhaupt? Wenn es wirklich schnell gehen soll, konzentrierst du dich darauf. Besonders wichtig ist der Flur: Der Eingangsbereich ist der erste Ort, den Besucher sehen. Ist es dort ordentlich, wird auch ein bisschen Chaos in anderen Ecken den guten ersten Eindruck nicht weiter stören. Direkt danach kommt das Bad, in dem es nicht nur ordentlich, sondern auch sauber sein sollte.


Pflanzen und Deko gezielt einsetzen

Sind die Oberflächen frei von Kram, dekoriere sie mit einzelnen Deko-Elementen. Gut funktioniert eine größere Vase mit ein paar Zweigen aus dem Garten oder zwei oder drei gruppierte Deko-Objekte.

Damit lenkst du den Blick auf diese Stellen und weg von weniger perfekten Bereichen.

Wenn möglich, kannst du das noch durch die passende Beleuchtung unterstützen: Schöne Ecken beleuchten, andere eher im Dunkeln lassen.


Lieblingsorte schaffen

Das ist sowieso ein gutes Motto:

Schöne Ecken schaffen und betonen, um einen Ort zu haben, der von weniger schönen Ecken ablenkt und motiviert, das ganze Zuhause zu einem Lieblingsort zu machen.

Der muss dann nicht perfekt sein, schließlich lebst du dort.

Aber hoffentlich kannst du dann irgendwann jederzeit Besuch die Tür öffnen und mit Freude „Herzlich willkommen“ sagen.

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Ich bin Anna-Lena, deine Ordnungs-expertin aus Kassel.

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