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  • AutorenbildAnna-Lena von Wolff

Familienalltag - Nur schnell die Einkäufe wegräumen?

Ein persönlicher Bericht warum es so schwer ist, im Haushalt eine Aufgabe fertig zu bekommen


Blogbeitrag Titelbild Familienalltag

Kennt ihr das?


Eigentlich wollte ich mich heute schön früh an den Schreibtisch setzen und Büroarbeit erledigen.


Es muss aber auch eingekauft werden. Der Mann ist auf Dienstreise, das eine Kind krank zu Hause, das andere muss am Nachmittag zum Sport gebracht und abgeholt werden.


Normalerweise gehe ich früh mit dem Hund, dann frühstücken wir. Wenn alle aus dem Haus sind, trinke ich gemütlich einen Kaffee und starte dann in die Arbeit.


Heute gehe ich stattdessen mit dem Hund, dann einkaufen. Das kranke Kind ist zum Glück alt genug, um alleine zu Hause zu bleiben.


Der Einkauf verläuft noch nach Plan (den ich morgens geschrieben habe, während ich Brote schmiere, Haargummis suche und versuche, die Schule für die Krankmeldung zu erreichen).

Wieder zurück sollten die Einkäufe natürlich auch weggeräumt werden, vor allem die Sachen für den Kühlschrank. Das erledige ich noch schnell, dann kommt mein Kaffee.


Ich möchte den großen Ikea-Sack voll mit Sachen auf der Arbeitsplatte sortieren, um nicht mit jedem Teil einzeln zum passenden Schrank zu laufen. Auf der Platte steht aber schmutziges Geschirr, die Spülmaschine ist noch von gestern voll.

Also das Geschirr zur Seite schieben und Einkäufe wegräumen.


Im Gemüsefach sehe ich eine gammelige Paprika, also schaue ich schnell das Gemüse durch, ob noch was verfault ist und wische das Fach aus. Im Kühlschrank sehe ich auch Fleisch, dass heute gegart werden muss, weil es sonst abgelaufen ist. Ich merke mir das für später.

Ich habe Möhren mit Grün gekauft. Als ich das abschneide, sehe ich, dass der Biomüll-Behälter voll ist. Der Mülleimer für Verpackungen könnte auch mal ausgeleert werden. Also bringe ich die schnell raus und denke an meinen Kaffee.


Im Vorbeigehen an der Kellertür fällt mir ein, dass unten noch zwei gewaschene Ladungen Wäsche darauf warten, aufgehängt zu werden. Das mache ich jetzt nicht, mache mir aber eine mentale Notiz, dass das heute dringend gemacht werden muss, sonst kann ich die Wäsche direkt nochmal waschen.


Zurück im Haus fällt mir auch der Turnbeutel auf, der noch ausgeräumt werden muss und die Treppe könnte auch mal wieder gesaugt werden (Hundehaare!). Außerdem findet das eine Kind seine Regenjacke nicht mehr, hoffentlich wurde die nicht beim Wettkampf am Wochenende vergessen (30km entfernt). Mit etwas Glück ist sie noch im Auto, vielleicht auch in der Schule. Beim nächsten Abholen sollte ich da mal in die Kiste mit vergessenen Sachen schauen.

Alles kommt auch auf die mentale Liste, denn in der Küche wartet die Spülmaschine, die ich erst aus- und dann direkt wieder einräume. Gleichzeitig noch den Frühstückstisch abdecken. Wo ist mein Kaffee?


Das kranke Kind hat Hunger. Während ich ihm ein Brot bringe, sehe ich, dass der Saugroboter rum steht anstatt zu saugen. Also scheint irgendwann zu klemmen. Ich leere ihn aus und reinige die Bürste um die sich eine Gummischnur gewickelt hat (ich glaube von Lego?). Jetzt ist Dreck auf der immer noch nicht fertig aufgeräumten Arbeitsplatte. Also Dreck auf den Boden schieben, der Sauger kommt bestimmt gleich da vorbei.

Noch schnell die Sachen, die nicht in die Spülmaschine können in die Spüle stellen. Kaffee!


Parallel eine Haarbürste, leere Umverpackungen vom Einkauf, den Spielzeugprospekt (bald ist Weihnachten!), mehrere Ladekabel und anderes Zeug wegräumen. Wo kommt eigentlich das Haarspray her und warum steht es hier und nicht im Bad? Kaffee!


Bei der Kaffeemaschine sehe ich, dass der Wassertank fast leer ist. Also fülle ich ihn auf und wo ich schon dabei bin, leere ich den fast vollen Auffangbehälter und spüle das Teil für die Tropfen (wie heißt das eigentlich?).

Ich höre das der Staubsauger sich festgefahren hat und „rette“ ihn. An der Ecke bleibt er öfters hängen, da sollte ich die Sachen etwas umstellen. Aber nicht jetzt.


Mittlerweile ist es so spät, dass ich meinen Kaffee nicht mehr gemütlich auf unserer Küchenbank trinken werde, sondern vorm Rechner. Jetzt steht er neben mir und wird kalt, während ich diesen Text schreibe.

Eigentlich wollte ich heute morgen auch noch Haare waschen. Aber wofür gibt es Trockenshampoo?


Kennt ihr das?


PS: Ich weiß, dass dieser Text anders ist, als das was ich normalerweise schreibe. Und aus der Feder einer Ordnungsexpertin vielleicht etwas unerwartet. (Und Korrektur gelesen habe ich auch nicht – wer Fehler findet, darf sie behalten)


Aber wisst ihr, wie ich zur Ordnung gekommen bin?


Weil ich nicht gerne aufräume. Echt nicht.


Ich organisiere und sortiere gern. Ich plane und gestalte. Aber auf aufräumen und putzen kann ich echt verzichten.

Ich fühle mich aber wohler, wenn es halbwegs ordentlich ist und zu volle Räume machen mich nervös (zumindest wenn es meine sind, bei anderen ist mir das egal). Deswegen räume ich trotzdem auf. Und weil die Dinge insgesamt ganz gut organisiert sind und ich kein Problem damit habe, den Rest „für später“ in eine Kiste zu schmeißen, geht das auch ziemlich schnell und einfach.

Zumindest theoretisch .

In echt ist es schwer, NUR aufzuräumen. Wie bei mir heute morgen drängelt sich die andere Hausarbeit dazwischen. Und entweder ich erledige alles was ich sehe sofort oder ich muss es mir für später merken.

Beides kostet Zeit und Energie.

Ich versuche zumindest meinen Kopf frei zu bekommen, indem ich mir Sachen die ich spontan sehe im Handy notiere. Wobei ich in dem Moment oft keine Lust habe, das Handy zu suchen.

Also merke ich es mir (hoffentlich!) und notiere es später (auch hoffentlich!).

Regelmäßige Aufgaben planen wir eigentlich für bestimmte Tage ein, aber wenn der Mann auf Dienstreise ist und das Kind krank, was sind dann schon Pläne?

Ich geh dann mal nach dnd schauen und die Wäsche aufhängen.

 

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