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Warum komme ich beim Ausmisten nicht weiter?


Warum komme ich beim Ausmisten nicht weiter

Warum kommst du nun nicht weiter?

Mir fallen da einige Gründe ein, zum Beispiel weil du nicht weißt, wohin mit den Sachen oder keine Ahnung hast, wie du entscheiden kannst, was geht und was bleibt.


In diesem Beitrag geht es aber um etwas anderes:

  • Du bist motiviert und weißt Bescheid.

  • Du arbeitest stundenlang und schaffst richtig was.

  • Am Ende hast du geputzt, geräumt und dutzende Dinge erledigt.

  • Aber du hast kaum etwas aussortiert.

  • Und fragst dich: Warum komme ich beim Ausmisten nicht weiter?

Warum?

Du hast dich ablenken lassen.

Das passiert schnell, gerade wenn man zuhause und alleine ausmistet.


Ablenkung statt Fokus

Anstatt schnell Entscheidungen zu treffen hast du angefangen, alte Briefe zu lesen.

Anstatt dich auf das Ausmisten zu konzentrieren hast du gleichzeitig aufgeräumt und geputzt.

Und die Waschmaschine ausgeräumt, den Müll raus gebracht und schnell die Schrauben am Kellerregal nachgezogen.

Kommt dir das bekannt vor?

Wie schnell es geht sich ablenken zu lassen, habe ich anhand meines echten Lebens hier beschrieben.


Ausmisten ist nicht aufräumen

Damit dir das nicht immer wieder passiert muss du etwas verstehen:

Ausmisten ist nicht das gleiche wie aufräumen!

Und auch nicht wie putzen oder reparieren oder in Erinnerungen schwelgen.


Natürlich darfst du auch beim Ausmisten schnell das leere Regalfach auswischen und der Müll, der beim Aussortieren übrig bliebt, gehört in die Mülltonne. Deine Ausmist-Session ist aber nicht der Zeitpunkt für de großen Hausputz und die ganzen anderen Aufgaben, die dir währenddessen einfallen, solltest du für diese Zeit auch ignorieren.

Was du stattdessen tun kannst, ist sie dir zu notieren. So bekommst du sie aus dem Kopf, ohne Angst haben zu müssen, sie zu vergessen.


Fokus aufs Ausmisten

Beim Ausmisten geht es ums Ausmisten.

Also darum, Teil für Teil zu entscheiden, ob etwas bleiben oder gehen soll. Es geht darum, am Ende mehrere Kisten/Tüten/Haufen zu haben, im einfachsten Fall sind es zwei:

  • Bleibt

  • Weg

Manchmal kommen noch andere dazu

  • Bleibt, gehört aber woanders hin

  • Kann ich noch nicht entscheiden

oder du unterteilst sie schon weiter:

  • Müll/Recycling getrennt nach Material

  • Spenden für Organisation x

  • Verschenken an Person y

  • Verkaufen

  • usw.

Nach Möglichkeit bewegst du dich währenddessen nicht aus dem Raum, um den es gerade geht. Du räumst nichts weg, was eigentlich woanders hin gehört und läufst nicht mit jedem Teil einzeln zum Mülleimer.


Wie du dich beim Ausmisten nicht ablenken lässt

Wie du dich nicht ablenken lässt

Du konzentrierst dich auf das nächste Teil, was vor dir liegt und überlegst, ob du es noch brauchst oder ob es dir Freude macht. Um bei der Entscheidung zu helfen, nimm das Teil in die Hand, während du dir diese Fragen stellst. Es klingt etwas esoterisch, aber mit etwas Übung spürst du die Antwort, bevor dein Hirn sich mit Einwänden einschaltet.


Die Konzentration ist übrigens ein großer Vorteil bei der Arbeit mit einem Ordnungsexperten: Wir helfen dir, am Ball zu bleiben und dich darauf zu konzentrieren, was du eigentlich vorhattest, nämlich endlich das ganze überflüssige Gerümpel loszuwerden.


Was tun, wenn das Ausmisten selber dich ablenkt?

Wenn du das Bedürfnis spürst, die Bluse nochmal anzuprobieren bevor du entscheidest, die Zeitschrift schnell durchblättern willst, um zu schauen ob was Interessantes drin steht:

Stop!

Mach lieber eine extra Kategorie für diese unsicheren Sachen. Nimm dir entweder zu ein anderes mal Zeit, alles anzuprobieren, oder markiere diese Teile mit einer Wäscheklammer und nimm dir für die nächsten Wochen vor, sie bewusst anzuziehen. Dann merkst du schnell, ob du sie wirklich tragen möchtest oder ob du jedes mal ein Ausrede findest, warum heute kein guter Tag dafür ist.

Bei Zeitschriften, Fotoalben, alten USB-Sticks oder allen anderen Dingen, bei denen du nicht weißt, ob der Inhalt wichtig oder interessant ist: Überlege erst mal, ob dir wirklich was fehlen würde, wenn du die Information nicht mehr hast. Wenn die „Fünf besten Rezepte mit Rhabarber“ so entscheidend wären, warum liegt die Zeitschrift seit Monaten ungelesen im Regal?

Ansonsten: Wenn du nach einem kurzen Blick ins Inhaltsverzeichnis entscheiden kannst, dann mach es jetzt. Wenn die Entscheidung länger dauern würde weil du erst den Rechner hochfahren musst oder jedes Bild im Album einzeln anschauen möchtest: Leg die Sachen zur Seite und kümmere dich ein anderes mal darum.


Du musst nicht jetzt entscheiden

Generell ist es ok, einige Entscheidungen auf ein anderes mal zu vertagen.

Ausmisten ist auch Übungssache.

Und anstatt lange hin- und her zu überlegen, mach es lieber wie die Kandidaten in der schnellen Runde einer Quizshow und sage „Weiter“ bis du zu einem Teil kommst, bei dem dir die Antwort leicht fällt.

Ausmisten und Aufräumen – Wie das zusammen hängt

Warum aufräumen doch dazu gehört

Damit du am Ende nicht mit mehr Chaos dastehst als am Anfang, gehört zum ausmisten auch eine Runde aufräumen, aber erst am Ende.

Plane etwas Zeit ein, um die Dinge wieder zurück zu stellen, den Müll raus zu bringen oder die Spenden ins Auto zu räumen.

Apropos zurück räumen: Manchmal ist es ganz klar, wohin die Sachen gehören.

Dann ist das kein Problem.

Oft funktionieren die aktuellen Plätze aber nicht so gut und du möchtest etwas ändern, um die Ordnung funktionaler und einfach zu machen. Das heißt dann Organisieren. Wie sich das vom Ausmisten und Aufräumen unterscheidet, kannst du hier nachlesen.

Hier nur ganz kurz: Organisieren kommt nach dem Ausmisten. Denn es macht natürlich keinen Sinn, ausgefeilte Systeme für Sachen zu schaffen, die du sowieso nicht behalten möchtet.

Beim Ausmisten entscheidest du, welche Sachen du hast, beim Organisieren machst du dir Gedanken, wo und wie du die Sachen aufbewahrst. Einräumen ist dann der Prozess, in dem du diese Ideen umsetzt. Um im Alltag geht es dann ums Aufräumen, also die Sachen wieder an ihren Platz räumen, nachdem sie benutzt wurden.


All das sind wichtige Tätigkeiten für aufgeräumte und organisierte Räume. Wenn du sie aber immer wieder vermischt, kommst du bei keinem so richtig weiter.

Mit etwas Fokus auf das, was du erreichen willst, wirst du aber schnell Fortschritte beim Ausmisten sehen.

Und jetzt kennst du die Antwort auf die Frage: Warum komme ich beim Ausmisten nicht weiter?

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Ich bin Anna-Lena, deine Ordnungs-expertin aus Kassel.

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