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  • AutorenbildAnna-Lena von Wolff

Kindersachen organisieren mit Sammelplätzen - Insider-Wissen für mehr Ordnung

Insider-Wissen für mehr Ordnung: Mit Sammelplätzen Kindersachen organisieren - Deine klare Linie

Wer Kinder hat, der weiß es:

Kinder haben und brauchen viele Sachen.

Und welche das sind, ändert sich quasi täglich. Was heute noch die Welt bedeutet hat, kann morgen schon vergessen sein oder zu klein oder kaputt.


Ordnung im Kinderzimmer

Offiziell haben die meisten Kinder ein Zimmer, in dem sie ihre Sachen unterbringen können, aber dass das nur eine Illusion ist, weiß jedes Elternteil. Dort Ordnung zu halten ist ein eigenes Thema (lies mehr zum Beispiel hier: "Kein Chaos im Kinderzimmer").

Jetzt geht es um genau die Sachen, die es aus irgendeinem Grund nie ins Kinderzimmer schaffen oder sich immer wieder von dort weg bewegen, um im Wohnzimmer, in der Küche oder sonst irgendwo zu landen.


Insider-Wissen: Kindersachen organisieren

Für diese Sachen habe ich nämlich etwas Insider-Wissen, mit dem schon viele Nerven geschont wurden. Es funktioniert für Kindersachen, aber auch für Erwachsene:

Alles braucht einen festen Platz!

Oh, ok. Das wusstest du schon?

Dann lies jetzt, wie ich das genau meine.

Ich meine nämlich nicht den eigentlichen Platz, im Fach oben links im Schrank im Kinderzimmer, sondern den Platz, der im Alltag funktioniert. Den Platz, der dir das Leben einfacher macht und nebenbei für mehr Ordnung sorgt.


Feste Plätze machen Ordnung leichter

Das passiert auf vier Wegen:

  • Aufräumen wir einfacher und schneller. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Sachen wirklich aufgeräumt werden, anstatt irgendwo liegen zu bleiben. Damit passiert automatisch das Zweite:

  • Es ist ordentlicher. Du hast einen besseren Überblick, fühlst dich wohler und hast Platz für Dinge, die du eigentlich nutzen willst. Und:

  • Alle wissen, wo die Sachen sind. Damit besteht zumindest die Chance, dass du nicht für jedes Teil gefragt wirst, wo es ist. Und eine kleine Chance, dass sie wieder weggeräumt werden. Außerdem noch der Bonus:

  • Die Sachen sind dort, wo sie gebraucht werden. Ihr erspart euch unnötige Wege und zusätzlichen Stress.


Feste Plätze – aber wo?

Der richtige Platz ist deswegen der, an dem ihr die Dinge tatsächlich benutzt und das ist meistens auch der Ort, wo sie sowieso immer wieder landen (und dir damit sagen, wo sie sein wollen).

Oft ist das nicht der Ort, wo die Sachen „eigentlich“ hingehören.

Denn eigentlich gehören Kindersachen ins Kinderzimmer - da sind sie aber eben oft nicht.

Medikamente gehören eigentlich in den Medizinschrank im Bad, da liegen aber höchstens ein paar halb leere Packungen, nicht die täglichen Medikamente.

Und Socken gehören eigentlich in den Kleiderschrank, aber irgendwie findest du täglich etliche zwischen den Sofakissen.

Das zeigt dir, dass es bessere Plätze geben muss, um diese und andere Dinge zu sammeln und griffbereit zu haben.


Ordnungstipp: Feste Plätze – da wo sie gebraucht werdenOrdnungstipp: Feste Plätze – da wo sie gebraucht werden - Deine klare Linie

Es gibt nicht nur einen festen Platz

Das heißt nicht, dass dort der einzige Platz ist und du keine Sockenschublade, keinen Medizinschrank oder kein Kinderzimmer mehr brauchst.

Du brauchst aber zusätzlich einen festen, räumlich begrenzten Sammelplatz für diese eine Art von Dingen, genau dort, wo sie genutzt werden. Das kann eine Schublade sein (oder ein Fach in einer Schublade), eine Kiste, ein Korb, eine Schale oder bei größeren Dingen auch eine Ablage oder ein Regalbrett.


Ordnungs-Beispiele aus dem echten Leben

Dazu ein paar Beispiele aus meinem Haushalt und aus den Haushalten von Kunden.

Vielleicht trifft das eine oder andere auch für dein Zuhause zu, vielleicht gibt es bei dir andere Sachen,die Sammelplätze brauchen.

Wenn du in einer Wohnung lebst, ist das Thema oft nicht ganz so relevant, da die Wege meist kürzer sind. Spätestens wenn zwischen Wohn- und Schlafräumen aber eine Treppe liegt, solltest du die Sammelplätze mit bedenken.


Taschen und ihr Inhalt (Schultaschen, Kindergartenrucksäcke, Sportbeutel):

Wenn du täglich Brotdosen leerst und neu befüllst, ist in oder neben der Küche ein guter Ort für Taschen.

Wenn die Kinder ihre Hausaufgaben am Esstisch machen, könnte auch dort ein guter Platz sein.

Sportbeutel mit nassen oder verschwitzten Klamotten lagern gut in der Nähe der Waschmaschine.

Damit du aber nicht jeden Tag über einen Taschenberg stolperst, versuche in einem Schrank Platz für die Taschen und ihren Inhalt zu finden.

Bei uns ist es ein Küchen-Unterschrank für Schulranzen, leere und volle Hefte, gerade nicht gebrauchte Bücher und Sportbeutel. Außerdem haben wir in einer versteckten Ecke neben der Terrassentür eine Klemmstange, um Handtücher und Badeanzüge zu trocknen. So spare ich es mir, sie jede Woche nach dem Schwimmunterricht zwei Etagen hoch auf den Wäscheständer zu bringen und sie dann panisch zu suchen, weil sie beim Wäsche abhängen irgendwo gelandet sind (oder die halbe Woche auf dem Treppenabsatz liegen).


Klamotten:

Früher hat mein eines Kind Socken gehasst und sie sofort ausgezogen, wenn wir zu Hause waren. Das hieß aber, dass jedes mal wenn wir das Haus verlassen wollten, irgendwer (= ich) Socken suchen musste. Im Zweifelsfall hieß das: Nach oben zum Kleiderschrank laufen wenn in drei Minuten der Bus kommt. Um mir das einfacher zu machen, habe ich eine Socken-Sammelkiste zur Garderobe gestellt. Da kamen alle losen Socken rein.

Ab und zu ein paar ab in die Wäsche und ein paar frisch gewaschene dazu und wir hatten 1) immer Socken griffbereit und es flogen 2) deutlich weniger Socken irgendwo rum. Für alle anderen Klamotten – morgens Pulli an, mittags Pulli aus – ist unser Sammelplatz an der Treppe (mehr zur Treppe als Sammelplatz weiter unten).

Und noch ein Bonus-Tipp: Sammle aussortierte Sachen direkt dort, wo du dich um die Wäsche kümmerst. Ein oder zwei Plastiksäcke im Kleiderschrank oder beim Wäschetrockner reichen schon. In den einen kommen kaputte Sachen für den Container, in den anderen Dinge, die du noch weitergeben willst. So kannst du beim Wäsche machen nebenbei löchrige Socken oder zu kleine Hosen aussortieren und mehr Überblick behalten, wie viele Klamotten noch da sind.


Kinder-Chaos im Wohnbereich in den Griff bekommen - Deine klare Linie

Spielsachen und Kleinkram:

Alle Kinder spielen gerne im ganzen Haus. Wenn du aber nicht möchtest, dass dein Wohnzimmer zum Kinderzimmer 2.0 wird, schaffe dort einen begrenzten(!) Platz für eine kleine Auswahl an Spielsachen.

Pro-Tipp: Ein flacher Korb unterm Sofa ist schön übersichtlich, auch für kleine Kinder gut zu erreichen und schnell wieder aufgeräumt. Hohe Boxen sorgen eher dafür, dass einfach alles ausgekippt wird.

Bei uns gibt es noch eine Kindersachen-Sammelkiste in einem Schrank in der Kücheninsel. Da schmeiße ich alles rein, was sie Kinder irgendwo liegen lassen. Schön einfach für mich, weil ich nicht entscheiden muss, ob das wichtig ist, wem das gehört oder wo es hin soll.

Wenn dann jemand fragt, wo der Flummi ist oder die restlichen Legoteile, kann ich sagen: Schau mal in der Kiste. Ist sie voll, wird aussortiert und der Rest tatsächlich im Kinderzimmer weggeräumt.


Im Nachbarschrank sind gleich drei weitere Sammelstellen:


Kinderbilder:

Deine Kinder malen gerne, bringen jeden Tag einen Stapel Kunstwerke aus dem Kindergarten mit und gehen zu Hause direkt wieder in die Produktion? Dann braucht ihr einen Sammelplatz dort, wo dir die Bilder präsentiert werden. Dort, wo ihr normalerweise seid, wenn es heißt: Mama, schau mal was ich gemalt habe!


Bei uns ist es ein Ablagefach in der Kücheninsel. Ist das voll, wird durchgeschaut und entschieden, was tatsächlich aufbewahrungswürdig ist und was doch ins Altpapier kann. Extra-Tipp: Wenn ein Stift griffbereit liegt, kannst du jedes Werk direkt mit dem Namen des Künstlers und dem Datum versehen.


Bürsten und Haargummis:

Phasenweise haben wir jeden morgen einen Frisuren-Notfall, der immer dann auftritt, wenn wir eigentlich sofort aus dem Haus müssen. Deswegen haben wir – auch in der Kücheninsel – eine Haarstyling-Kiste. Dort ist mindestens eine Haarbüste und alle Spangen, Klammern und Gummis, die mir so über den Weg laufen.

Das heißt: Immer wenn ich beim Aufräumen im Wohnbereich etwas zum Thema „Haare“ finde, landet es in der Kiste. Aufräumen auf die einfache Art!

Gleichzeitig sorgt das dafür dass für die Haar-Notfälle alles griffbereit ist und keiner hoch ins Bad hetzen und dort auf die Suche geben muss.

Außerdem habe ich im Küchenregal noch ein kleines Schälchen für Ohrringe – das Konzept ist das Gleiche.


Medikamente:

Nicht explizit für Kinder, aber im gleichen Schrank gibt es noch eine Kiste mit ein paar Medikamenten: Schmerztabletten, Nasenspray, Wundsalbe, Taschentücher, Pflaster und was man sonst so auf die Schnelle braucht.

In einer Kramschublade ist außerdem ein Fach für Nagelschere und Feile, damit die griffbereit sind und danach nicht verloren gehen.

Zum Glück muss niemand von uns regelmäßig Medikamente nehmen, aber auch für die ist ein Sammelplatz dort sinnvoll, wo du sie einnimmst. Damit meine ich nicht lose Blisterpackungen oder Tabelettenboxen auf dem Esstisch, sondern etwas „massiveres“ - eine Kiste, eine Schale, ein Fach in einer Schublade. Das gibt den Sachen Zusammenhalt und lässt es weniger chaotisch aussehen.


Das sind ein paar Ideen, wie du Kindersachen organisieren kannst, ich habe aber noch zwei Empfehlungen für Sammelstellen für Erwachsene:


Sachen, die du vor dem Fernseher benutzt:

Ist die Tagesschau dein Signal, deine Tabletten zu nehmen?

Oder vertreibst du dir die Zeit vor dem TV damit, dass du deine Nägel pflegst, den Hund bürstest oder häkelst?

Oder etwa mit Bügeln?

Dann brauchen genau diese Sachen einen griffbereiten festen Platz im Wohnzimmer. Egal, wo sie „eigentlich“ hin gehören: Sofern du sie regelmäßig nutzt, wenn du auf der Couch sitzt und nicht über genug eiserne Disziplin verfügst, sie jeden(!) Abend wieder an ihren Platz zu bringen (und mal ehrlich, wer hat die schon?), dann brauchen sie einen Platz genau dort – beim Fernseher.

Auch das Bügelbrett.

Für kleinere Sachen eignet sich ein Korb oder ein Fach im TV-Schrank. Das ist direkt viel aufgeräumter als das kleine oder große Häufchen aus losem Kram auf dem Beistelltisch. Für das Bügelbrett muss man etwas kreativer werden. Vielleicht passt es in die Nische neben dem Bücherregal und für das Bügeleisen und einen Korb Wäsche ist Platz im Sideboard?


Post (Eingang und Ausgang):

Warum du dringend einen Sammelplatz für Post und alle anderen Papiere brauchst, die täglich ins Haus kommen, kannst du hier nachlesen: "Die Sache mit den Papieren".


Sammelplatz Treppe

Das war schon deutlich länger als geplant, hier aber noch ein paar Worte zum Sammelplatz „Treppe“.

Es ist ein häufiger Tipp, Sachen an die Treppe zu legen, die ins andere Geschoss gehören. So kannst du sie mitnehmen, wenn du sowieso nach oben oder unten gehst. Das ist auch sinnvoll, damit du nicht mit jedem Teil einzeln Treppe steigen musst.

Meine Erfahrung ist aber: Gerade Menschen, denen Ordnung nicht leicht fällt, laufen an den Sachen immer nur vorbei anstatt sich darum zu kümmern. Das kann entweder so sein, weil da halt immer was liegt und du es nicht mehr siehst oder weil das Sammelsurium an Dingen dich überfordert und das Wegräumen zu viel Arbeit ist.

Deswegen meine Empfehlung: Nutze die Treppe nur für wenige, ausgewählte Dinge (in unserem Fall herumliegende Kleidung) oder wenn du gerade aktiv mit Aufräumen beschäftigt bist und sicher weißt, dass du die Sachen in den nächsten Minuten wegräumen wirst. Für alles andere eignen sich Sammelstellen wie oben beschrieben besser, sonst schaffst du dir nur eine zusätzliche Chaosecke auf der Treppe.


Wo brauchst du Sammelplätze?

Schau dich doch mal bei dir um: Welche Sachen liegen immer irgendwo weil du sie oft nutzt, ihr „eigentlicher“ Platz aber zu weit weg oder zu schlecht zu erreichen ist? Dann richte doch dort eine Sammelstelle ein, wo du sie brauchst.

Damit du leichter Aufräumen kannst, weniger Suchen musst und einfach mehr Ordnung schaffst.

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