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  • AutorenbildAnna-Lena von Wolff

Gewohnheiten für mehr Ordnung


Gewohnheiten für mehr Ordnung schaffen

Wie klingt das: Jetzt einmal ausmisten und aufräumen und dann nie wieder Unordnung!

Super, oder?

Das dass so nicht funktioniert, kannst du dir wahrscheinlich schon denken.

Aber was steht zwischen dir und der Rückkehr des Chaos?

Gewohnheiten natürlich, und noch ein paar andere Sachen. Und zwar solche Gewohnheiten, die du aktuell noch nicht hast, denn sonst wäre es nicht so unordentlich bei dir.

Gewohnheiten, die du dir aneignen kannst, auch wenn das nicht immer einfach ist.

Gewohnheiten, die sich lohnen, denn sie können dein Leben nachhaltig einfacher machen.


Gewohnheiten oder Entscheidungen

Warum sind Gewohnheiten so wichtig und so hilfreich?

Deine Tage sind gefüllt mit Entscheidungen.

  • Was ziehe ich an?

  • Was ist heute wichtig?

  • Was gibt es zum Abendessen?

Entscheidungen sind anstrengend. Sie verlangen deinem Gehirn einiges ab: Sich an alle wichtigen Faktoren erinnern, abwägen, gegen innere Einwände argumentieren.

Und das nur, um am Ende doch Nudeln mit Pilzsoße zu kochen.

Ohne Gewohnheiten müsstest du jeden Tag ungleich mehr Entscheidungen treffen.

Deswegen denkst du nicht jeden Morgen aufs neue darüber nach, ob du dir die Zähne putzen sollst. Du tust es einfach – aus Gewohnheit. Kleine Kindern haben die Gewohnheit noch nicht, deswegen kann es jeden Tag aufs neue eine Diskussion geben, sich fürs Zähne putzen zu entscheiden, bis es irgendwann auch zur Gewohnheit geworden ist.

Das ist auch das Problem an Gewohnheiten: Sich etwas anzugewöhnen, kann sehr leicht fallen wenn es eine direkte sofortige Belohnung verspricht. Und sehr schwer, wenn der Sinn des Ganzen für den Körper nicht sofort spürbar ist.

Wie kannst du dir aber mehr Ordnung angewöhnen? Hier sind sieben Tipps und ein paar ganz konkrete Vorschläge für Ordnungs-Gewohnheiten:


Ganz klein anfangen und weitere Tipps um endlich neue Gewohnheiten zu schaffen

Klein anfangen

Das darf auch sehr klein sein.

Anstatt jeden Tag das ganze Haus aufräumen zu wollen, fange mit zehn Minuten an. Erst wenn dir das wirklich zur Gewohnheit geworden ist, machst du 15 Minuten daraus.

Und wenn zehn Minuten zu viel sind, mach es noch kleiner: Jeden Tag 5 Teile aufräumen. Das ist alles.

Es klingt so, als würdest du mit diesen kleinen Schritten niemals weiter kommen. Wenn du aber in einem Jahr immer noch täglich eine kleine Aufräumrunde machst, hast du damit viel mehr erreicht, als wenn du alles auf einmal willst und dann nach ein paar Tagen erschöpft aufgibst.


Klare Ziele setzen und Erfolg belohnen

Formuliere ganz eindeutig, was du erreichen möchtest.

Nicht „Ich will ordentlicher sein“, sondern „Es soll nichts mehr irgendwo rumstehen und um das zu erreichen, werde ich jeden Tag 10 Minuten aufräumen“.

Du kannst dir auch eine Checkliste oder einen Tracker anlegen, in dem du jede Aufräumrunde abhakst. Nach einer bestimmten Anzahl hast du dir eine Belohnung verdient (die natürlich deiner neuen Ordnung nicht im Weg stehen sollte – einkaufen ist also keine so gute Idee).


An alte Gewohnheiten anknüpfen

Zehn Minuten aufräumen am Tag klingt machbar, aber dann ist der Tag trotzdem immer vorbei, bevor du es geschafft hast. Indem du die neue Gewohnheit an etwas anhängst, was du sowieso schon tust, fällt dir Umsetzung leichter. Überlege dir also, wann es logisch ist und zeitlich passt, die zehn Minuten umzusetzen.


Mach es dir leicht

Eine neue, eher unangenehme Gewohnheit dann starten zu wollen, wenn du gerade etwas angenehmes machst, wird wahrscheinlich nicht klappen. Wer steht Abends schon nochmal vom Sofa auf, um aufzuräumen. Umgekehrt klappt es schon eher: Das Sofa als Belohnung für die erfolgreiche Aufräumrunde.

Auch indem du dir schon bereit stellst, was du zum Ausmisten brauchst, machst du es dir leichter, damit anzufangen.


Unterstützung holen

Lass dich von deinem Telefon oder Smartspeaker an deinen Aufräum-Vorsatz erinnern. Jeden Tag, bis du es von alleine machst. Auch Erfolgstracker kannst du im Handy führen.

Natürlich kannst du dir auch einen Ordnungspartner suchen und ihr erinnert euch gegenseitig an eure Ziele.

Wenn du dann noch Vorher-Nachher-Fotos machst, die deine Erfolge sichtbar machen, steht den neuen Gewohnheiten fast nichts mehr im Weg.


Wie ein ordentlicher Mensch denken

Das klingt abgedroschen, aber es stimmt.

Wenn Ordnung schaffen für dich ein lästiges Übel bleibt, dann ist es jeden Tag eine neue Überwindung. Jemand, der sich als ordentlicher Mensch sieht, baut dagegen automatisch Zeit für Ordnung ein, genau wie jemand, der sich als Sportler sieht, automatisch die Zeit fürs Training einplant und es dann einfach macht, auch wenn der Tag schon lang war und das Wetter schlecht ist. Denn das ist die Kraft von Gewohnheiten: Weil die Entscheidung dafür schon viel früher getroffen wurde, musst du nicht jeden Tag aufs Neue den inneren Schweinehund überwinden.


Geduld haben

Angeblich muss man etwas im Durchschnitt 66 mal machen, bevor es zur Gewohnheit wird. Auch wenn du täglich übst, dauert es also ca. zwei Monate. Dabei ist es auch klar, dass das nicht immer so einfach geht.

Manchmal kommt wirklich was dazwischen, manchmal siegt das Sofa. Lass dich davon nicht unterkriegen, sondern hake es ab und mach weiter.

Wenn allerdings regelmäßig etwas anderes wichtiger ist, solltest du nochmal einen Schritt zurück treten und überlegen, woran das liegen könnte.


Welche Gewohnheiten du für mehr Ordnung brauchst

Welche konkreten Gewohnheiten empfehle ich dir für mehr Ordnung?

Natürlich gibt es da kein allgemein gültiges Rezept, aber wenn ich gefragt werden, sage ich das hier:

  • Einmal am Tag die Küche aufräumen

  • Einmal am Tag den Eingangsbereich aufräumen

  • Einmal am Tag in den Wohnbereichen Sachen an ihren Platz räumen

  • Alle paar Tage in den anderen Bereichen Sachen an ihren Platz räumen

  • Einmal pro Woche den Kühlschrank durchschauen

  • Alle paar Wochen den Papierkram durchgehen, aussortieren und ablegen

  • Zweimal im Jahr den Kleiderschrank durchgehen und aussortieren

  • Zweimal im Jahr Schränke im Badezimmer und in der Küche und die Kinderzimmern durchgehen und aussortieren

Was noch zwischen dir und der Ordnungs steht

Und was sind die oben erwähnten anderen Sachen, die zwischen dir und der Ordnung stehen? Du hast zu viele Sachen und die Sachen haben keinen festen Platz. Mehr dazu kannst du hier nachlesen: Drei Gründe für Unordnung


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Ich bin Anna-Lena, deine Ordnungs-expertin aus Kassel.

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